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Sappho
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
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Sappho (attisch und neugriechisch ÎŁÎąĎĎĎ Sappháš, deutsche Aussprache meist â[â ËzapfoËâ ]â, klassisch â[â sapʰËÉĚËâ ]â; * zwischen 630 und 612 v. Chr.; â um 570 v. Chr.) war eine antike griechische Dichterin. Sie gilt als wichtigster weiblicher Lyriker des klassischen Altertums und hat kanonische Bedeutung. Sappho lebte in Mytilene auf der Insel Lesbos in der Nordägäis, dem kulturellen Zentrum des 7. vorchristlichen Jahrhunderts. In ihren Dichtungen spielt die Liebe eine wichtige Rolle. Nach heutigen Schätzungen ist nur ein kleiner Bruchteil ihres Gesamtwerks erhalten geblieben.cite-ref-1[1]
Contents
⢠Name
⢠Leben
⢠Werk
⢠Ăberblick
⢠Textbeispiele
⢠Rezeption
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Name
Sappho nennt sich in ihren Texten selbst ΨΏĎĎĎ PsapphĹ, klassische Aussprache . Eine ähnliche Schreibung findet sich nur auf einer schwarzfigurigen Hydria im Nationalmuseum Warschau,cite-ref-2[2] wo der Dichterin der (eventuell verschriebene) Name PsathĹ zugewiesen ist. Alle anderen antiken Autoren und Inschriften benutzen hingegen die heute gebräuchliche Form SĂĄpphĹ. Dies gilt auch fĂźr Sapphos Landsmann und Zeitgenossen Alkaios; die unterschiedlichen Schreibweisen lassen sich schwerlich als im Laufe der Zeit eingetretene oder dialektal bedingte Veränderungen erklären. Unter Umständen begann ihr Name, der sich auf keine griechische Wurzel zurĂźckfĂźhren lässt, mit einem im anatolischen Raum benutzten Zischlaut, der sich im griechischen Alphabet nur unvollkommen wiedergeben lieĂ und daher unterschiedlich transliteriert wurde.cite-ref-3[3]
Leben
Das Leben der Sappho ist nur in späteren Legenden aufgezeichnet. âDank antiker Quellen und autobiografischer Hinweise aus ihren Werkenâ kann ihr Leben ansatzweise wiedergegeben werden.cite-ref-4[4] Sie entstammte einem alten mytilenischen Adelsgeschlecht. Das Marmor Parium Ăźberliefert, dass Sappho aus Mytilene verbannt worden und nach Sizilien gefahren sei.cite-ref-5[5] Diese Verbannung, die sie wohl nur als Familienmitglied traf und nicht ihr persĂśnlich galt, geschah zwischen 604/03 v. Chr. und 596/95 v. Chr.cite-ref-6[6] Um das Jahr 591 v. Chr. kehrte sie nach Lesbos zurĂźck und versammelte dort eine Gruppe junger Mädchen vornehmer Herkunft als SchĂźlerinnen um sich. Sie unterrichtete die jungen Frauen in musischen Fertigkeiten wie Poesie, Musik, Gesang und Tanz und trat mit ihnen bei Festen zu Ehren der GĂśtter auf.
Nach Chamaileon von Herakleia hieĂ ihr Vater Skamandros oder Skamandronymos,cite-ref-chamaileon-7-0[7] letztere Namensform gibt auch Herodot.cite-ref-8[8] Laut Chamaileon war der Name ihrer Mutter Kleis, der ihrer BrĂźder Charaxos, Erigyios und Larichos.cite-ref-chamaileon-7-1[7] Ihren eigenen Zeugnissen nach hatte sie eine Tochter, die sie wohl als KleĂŻs in einem Fragment direkt anspricht und deren Gestalt sie mit der goldener Blumen vergleicht.cite-ref-9[9] Auch die Suda nennt eine Tochter KleĂŻs,cite-ref-10[10] auĂerdem den Vater des Kindes, einen ansonsten nicht bezeugten Ehemann namens Kerkylas von der Kykladeninsel Andros.cite-ref-11[11]
Ins Reich späterer Legendenbildung muss auch die bereits bei Menander und bei Ovid vorausgesetzte Behauptungcite-ref-12[12] verwiesen werden, Sappho habe sich aus unerwiderter Liebe zu Phaon auf der Insel Leukas von einem Felsen gestßrzt. Da die mythische Tradition den mit gÜttlicher SchÜnheit ausgestatteten Phaon als Fährmann zwischen Lesbos und Kleinasien lokalisierte, dßrfte nicht zuletzt die geographische Nähe zur Heimat der Sappho die Entstehung dieser Konstruktion begßnstigt haben.cite-ref-13[13]
Werk
Ăberblick
Zum Werk der Sappho gehĂśrten GĂśtterhymnen, Hochzeits- und Liebeslieder, die in der Antike in neun BĂźchern gesammelt waren, heute jedoch alle verloren sind. Die Ăberlieferung muss sich daher auf Verweise und Zitate anderer Autoren oder auf Papyrusfragmente stĂźtzen. Bis heute konnten nur vier ihrer äolischen Gedichte auf diese Weise mit hinreichender Sicherheit rekonstruiert werden. Eines der letzten davon wurde erst im Jahre 2004 bekannt, als die beiden Professoren Michael Gronewald und Robert Daniel vom Institut fĂźr Altertumskunde der Universität zu KĂśln im Jahr 2002 auf einem Papyrus, der als Mumienkartonage verwendet worden war, Teile davon fanden und zur Rekonstruktion einsetzen konnten (Inventar-Nr. 21351 und 21376).cite-ref-14[14] Ein weiteres wurde im Jahre 2005 entdeckt. Fragmente von zwei weiteren bisher unbekannten Gedichten, darunter das sogenannte âBrĂźdergedichtâ, in dem Sappho die Heimkehr ihres älteren Bruders Charaxos besingt und auch ihren jĂźngeren Bruder Larichos erwähnt,cite-ref-15[15] wurden 2014 von dem amerikanischen Papyrologen Dirk Obbink entdeckt.cite-ref-16[16]
Sappho gilt als die bedeutendste Lyrikerin der Antike; besonders gerĂźhmt wurde im Altertum ihre klare und ausdrucksstarke Sprache, durch die sie unter anderem zum Vorbild des rĂśmischen Dichters Horaz wurde. Auch Catull beeindruckten Sapphos Werke, so dass er sie in seinen Gedichten zitierte (z. B. carmen 51, 62). Zwei Jahrhunderte nach ihrem Tod schätzte Platon ihre Lyrik so sehr, dass er Sappho als zehnte Muse bezeichnete. Oft wurde sie in der antiken Rezeption als Homer in Frauengestalt gesehen, und Friedrich Schlegel schrieb 1798 dazu: âHätten wir noch die sämtlichen sapphischen Gedichte: vielleicht wĂźrden wir nirgends an Homer erinnert.âcite-ref-17[17]
Ihre Lieder, in denen sie die SchĂśnheit ihrer Freundinnen, SchĂźlerinnen und vor allem auch ihrer Tochter besingt, sind im Anschluss an ein Scholion zu Martials Epigramm 7,67 seit Domizio Calderini (1474) auf die Liebe Sapphos zu Frauen bezogen worden; von dieser Interpretation des Martialepigramms leitet sich die Bezeichnung âlesbischeâ oder âsapphischeâ Liebe fĂźr weibliche Homosexualität her.
Die vierzeilige sapphische Strophe ist nach ihr benannt und geht auf sie zurĂźck. Sie erfand mit ihr eine neue lyrische Form einer Monodie.cite-ref-18[18]
Nach dem griechischen Rhetor und Grammatiker Athenaios (2./3. Jahrhundert n. Chr.) soll Sappho die âmixolydische Weiseâ, eine Oktavgattung des griechischen Tonsystems, erfunden haben. Der âleidenschaftliche Charakterâ dieser Melodieweise scheine âtatsächlich der temperamentvollen Sprache der Dichterin zu entsprechen.âcite-ref-19[19]
Textbeispiele
Im aiolischen Dialekt des Altgriechischen:
ÎÎδĎ
κξ Οὲν áź ĎξΝΏννι
κι὜ ΠΝΡίιδξĎ¡ ÎźÎĎιΚ δὲ
νĎÎşĎÎľĎ, ĎÎŹĎÎą δឿ áźĎĎÎľĎ á˝¤Ďι¡
áźÎłĎ δὲ ÎźĎνι κιĎÎľĎδĎ
Die Mondin ist hingesunken
Mit ihr die Pleiaden. Mitte
Der Nacht. Es vergehn die Stunden.
Doch ich muss alleine schlafen.cite-ref-20[20]
Bitte an Kypris (Fragment âSappho 2â)
Aphrodite. Allmächtige komm vom Ăther herab âŚ
zu deinem Tempel. einst von Kretern erbaut.
Unter den Apfelbäumen des heiligen Hains.
als sie dir Opfer brachten auf den Altären.
schwelten damals der kĂźhlenden Quelle entlang
Wolken von Weihrauch.
Immer noch rinnt das Wasser. von Zweigen beschattet.
zum Garten hinab und tränkt mir die Rosen der Laube.
wo ich voll Seligkeit, während sie lautlos entblättern, Kypris erwarte.
DrĂźben. dort auf der Weide tummeln sich Pferde.
grasen im Klee und in den reifenden Ăhren.
SĂźĂer Geruch von Blumen weht von der Wiese
hierher zu mir.
GĂśttin der Liebe! Empfange mein Blumengebinde.
Komm und erscheine uns. FĂźlle die goldenen Schalen.
mische mit Nektar den Wein und schenke uns eine
himmlische Freude.
Rezeption
Sappho-Darstellung in Opern
Ausgehend von Frankreich entstanden eine Reihe Opernkompositionen mit dem Sujet Sappho.
18. Jahrhundert:
⢠Felice Giardini: Sappho, nicht erhalten, um 1778, Urauffßhrung vermutlich in London
⢠Niccolò Piccinni: Phaon, September 1778, Choisy-le-Roi, Libretto: Claude-Henri Watelet
⢠Johann Simon Mayr: Saffo, ossia i riti dâApollo Leucadio, 17. Februar 1794, Venedig, Teatro La Fenice, Libretto: Simeone Antonio Sografi
⢠Jean-Paul-Ăgide Martini: Sapho, 12. Dezember 1794, Paris, ThÊâtre Louvois. Dieser Oper aus der Zeit der FranzĂśsischen Revolution liegt das Libretto von Constance-Marie Pipelet de Leury zugrunde.
19. Jahrhundert:
⢠Friedrich August Kanne: Sappho, 1810(?)
⢠Luigi Mosca: Il salto di Leucade (Der Sprung vom Leukadischen Felsen), 1812, Neapel
⢠Anton Reicha: Sapho, 1822, Paris
⢠Johannes Bernardus van Bree: Saffo, 1834, Amsterdam, Libretto: J. van Lennep
⢠Giovanni Pacini: Saffo, 1840, Neapel, Libretto: Salvadore Cammarano. Eine der erfolgreichsten Opern ßber die antike Dichterin.
⢠Giovanni Battista Ferrari: Saffo, 1841, Venedig, Teatro La Fenice
⢠Charles Gounod: Sapho, 16. April 1851, Paris, Libretto: Ămile Augier
⢠Eugène Delavault: Sapho, 1876
⢠Jules Massenet: Sapho. Pièce lyrique, 1897, Paris, Libretto: Henri Cain nach dem Roman Sapho: moeurs parisiennes von Alphonse Daudet (1884; deutsch: Sappho, Pariser Sittenbild 1884)
⢠Mykola Lyssenko: Sappho, 1900
20. Jahrhundert:
⢠Charles Louis Paul Cuvillier: Sapho. Operette, 1912, Libretto: AndrÊ Barde/Michel CarrÊ
⢠Hugo Kaun: Sappho, 1917, Leipzig, nach Franz Grillparzers Trauerspiel
⢠Peggy Glanville-Hicks: Sappho, Kompositionsauftrag der San Francisco Opera 1963, mit dem Gedanken, Maria Callas kĂśnne die Titelpartie Ăźbernehmen, Komposition abgeschlossen 1965, vom Opernhaus abgelehnt, nie aufgefĂźhrt, CD-Produktion Lissabon 2012, Libretto der Komponistin nach dem Drama Sappho von Lawrence Durrell sowie Sappho-Ăbersetzungen von Bliss Carmancite-ref-21[21]
⢠Wilbur Lee (Will) Ogden: The Awakening of Sappho, Chamber Opera, Spieldauer ca. 30 min, Urauffßhrung 1979 oder 1980, Libretto des Komponisten nach dem Drama von Lawrence Durrell
Hinzu kommen weitere Kompositionen fĂźr die BĂźhne, beispielsweise Schauspielmusiken (Carl Maria von Weber, 1818, mindestens ein Chor Heil dir, Sappho! zu Franz Grillparzers Trauerspiel), Ballette (Johann Nepomuk Hummel, Sappho von Mytilene oder Die Rache der Venus op. 68, Wien 1812), Melodramen (anonym, âJ. J. Hâbârâ, Sappho, 1790; Bernhard Anselm Weber, Sappho, Berlin 1816, nach Friedrich Wilhelm Gubitz). Zu Carl Orffs Sappho-Vertonungen in Trionfo di Afrodite siehe unten.
Vertonungen von Gedichten Sapphos
Die Komposition von Vokalwerken auf echte Texte der Sappho setzt erst spät ein, abhängig vom VerfĂźgbar-Werden griechischer Texte und moderner Ăbersetzungen.
⢠Charles Gounod: Ă une jeune grecque (âDe la belle Timar câest ici le tombeauâ). Lied fĂźr Gesang und Klavier, komponiert um 1885â1891, Ăbersetzung: Prosper Yravencite-ref-22[22] (vgl. die wesentlich frĂźher geschriebene Oper desselben Komponisten)
⢠Granville Bantock: Sappho. Prelude and Nine Fragments for mezzo soprano and orchestra, 1905, Text: Helen Maude Francesca Bantock nach der Sappho-Prosaßbersetzung von Henry Thornton Warton
⢠Botho Sigwart Graf zu Eulenburg: Ode der Sappho. In der Ăbersetzung von Grillparzer und im Original, mit Pianofortebegleitung, op. 18, Melodram fĂźr Sprechstimme und Klavier, ca. 1912â1914, postumer Druck 1923
⢠Luigi Dallapiccola: Cinque frammenti di Saffo (= Liriche greche Nr. 1) fĂźr Singstimme und 15(?) Instrumente/Mezzosopran und Kammerorchester, komponiert 1942, UrauffĂźhrung Rom 1949, Text: italienische Ăbersetzung von Salvatore Quasimodo
⢠Goffredo Petrassi: Due liriche di Saffo (âTramontata è la lunaâ und Invito allâErĂ no: âVenite al tempio sacro delle verginiâ), Text: italienische Ăbersetzung von Salvatore Quasimodo
⢠Hermann Reutter: Fßnf antike Oden nach Gedichten von Sappho op. 57 fßr eine mittlere Frauenstimme, Bratsche und Klavier. 1947
⢠Carl Orff: Trionfo di Afrodite. Concerto scenico (= 3. Teil von Trionfi), auf Texte von Sappho, Euripides, C. Valerius Catullus (jeweils im griechischen bzw. lateinischen Original), Urauffßhrung Mailand 1953
⢠Argyris Kounadis: Nocturnes fßr Sopran und kleines Ensemble (3 Stßcke), 1960
⢠Hans Studer: Die Fragmente. Sieben Gesänge nach altgriechischen Gedichten fĂźr Sopran, FlĂśte, Oboe, Klarinette und Fagott (auf Texte von Alkaios, Sappho, Platon, Meleagros u. a.), 1962. Darin zwei StĂźcke nach Sappho in Ăbersetzungen von Eckart Peterich: Nr. 3: Die kretischen Mädchen und tanzten im Takt, Nr. 6: Schlaf du KĂśnig der seligen GĂśtter und sterblichen Menschen
⢠Harrison Birtwistle: Entrâactes and Sappho Fragments, 1962
⢠Dimitri Terzakis: Liturgia profana fĂźr Tenor, gemischten Chor, zwei Celli, Schlagwerk und Santuri, 1976/77. Mit Texten aus dem Hohelied Salomonis, der Hymne an Venus von Sappho und dem Ăgyptischen Totenbuch.
⢠Dimitri Terzakis: Sappho-Fragmente fßr hohe Stimme und Klavier/Cymbal, 1977
⢠Cindy McTee: Songs of Spring and the Moon fßr Sopran und 8 Instrumente, 1983, Text: Willis Barnstone nach Sappho
⢠Hans-Jßrgen von Bose: Sappho-Gesänge fßr Mezzosopran und Kammerorchester, 1983
⢠Wilfried Hiller: Sappho-Fragmente fßr Mädchenchor, FlÜte und Cello, 1997
⢠Esa-Pekka Salonen: Five Images after Sappho fßr Sopran und Kammerensemble, 1999
⢠Aribert Reimann: Drei Gedichte der Sappho fĂźr Sopran und neun Instrumente, komponiert nach einer Ăbertragung von Walter Jens, UrauffĂźhrung Hannover 2000. Mainz: Schott Musik International, 2000 (Partiturnummer 50403).
⢠AngĂŠlique Ionatos (Komposition und Gesang), Nena Venetsanou (Gesang): Sappho de Mytilène (CD-Album), Auvidis 2008 (1991); nach einer Ăbersetzung ins moderne Griechisch von Odysseas Elytis
⢠Claus Kßhnl: Fßnf Gesänge nach lyrischen Fragmenten der Sappho nebst einem Alterslied fßr Mezzosopran und Klavier, 2010
⢠Hans Wagner: Die Mondin ist hingesunken I. und II. Vertonung der Ăbersetzung von OndĹej CikĂĄn im Soundtrack des Films Menandros & ThaĂŻs, 2016.cite-ref-23[23]
⢠Karola Obermßller: Untergegangen der Mond Sapphische Strophen fßr Countertenor/Bass und Ensemble, 2017.cite-ref-kob2011-24-0[24]
⢠Margarete Sorg-Rose: Dahin denn komme du, mit Kränzen, Kypris fĂźr Frauenchor a cappella, 2018. Nach einem Gedicht von Sappho in deutscher Ăbersetzung von Joachim Latacz
Diverse Kompositionen
Hier sind (in Auswahl) einige MusikstĂźcke zusammengestellt, die Sappho zum Sujet haben, im Titel fĂźhren oder Texte anderer Autoren vertonen.
⢠John Blow: Sappho to the Goddess of Love (âOh Venus! Daughter of the mighty Jove!â) und Sappho to the Goddess of Beauty (âHappy the man who languishing doth sitâ), gedruckt in Amphion Anglicus, 1700
⢠Ludwig Berger: Sapho, fßr Violine, Orchester und Klavier
⢠John Wall Callcott: Sappho to Phaon, fßr Sopran, Chor und Cembalo
⢠John Danby: When Sappho tunâd the rapturâd strain, auch von anderen vertont
⢠Carlos Ehrensperger: Sapphos Gesang (1963) fßr gem. Chor und Ensemble
⢠Friedrich August Kanne: Anakreon und Sappho, fßr Sopran und Klavier (vgl. die Oper desselben Komponisten)
⢠DÊsirÊ Beaulieu: Sapho à Leucade (Sappho auf Leukas). Scène lyrique (Urauffßhrung 1813, Text von J. A. Vinaty)
⢠Johannes Brahms: Sapphische Ode op. 94,4 (âRosen brach ich nachtsâ), Lied fĂźr Gesang und Klavier, 1883/1884, Druck 1884, Text: Hans Schmidt (keine Sappho-Ăbersetzung, aber im VersmaĂ der Sapphischen Strophe)
⢠Louis Lacombe: Sappho. Preiskantate der Weltausstellung 1878
⢠Adolphe Gauwin: Sapho. Valse pour piano, Druck Paris 1901
⢠Waldemar von BauĂnern: Gesang der Sappho, fĂźr Alt und Klavier
⢠Anton Schoendlinger: Das Grab der Sappho (âAlso bedeckest du äolische Erde die Sapphoâ), fĂźr Sopran und Orchester, komponiert 1975, Text: Johann Gottfried Herder.
⢠Margarete Sorg-Rose: 2. Sinfonie "Sapphos Traum" fßr Streichorchester (2022)cite-ref-25[25]
⢠Karola Obermßller: ...silbern. Sapphische Strophen fßr BassflÜte solo, 2011.cite-ref-kob2011-24-1[24]
⢠Barbara Thompson: Ode to Sappho (1992, Mood Records â CD 6382)
Literarische Darstellungen
⢠Friedrich Wilhelm Gubitz: Sappho. Monodrama. Maurer, Berlin 1816 (Digitalisat bei Google Books)
⢠Franz Grillparzer, Sappho. Trauerspiel in fßnf Aufzßgen. Wallishausser, Wien 1819 (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv; Erstauffßhrung: Burgtheater Wien, 1818)
⢠Aspazija: Sapphos Lieder. Gedicht in der Ăbersetzung der Autorin in: Lettische Lyrik. Eine Anthologie. A. Gulbis Verlag, Riga 1924, S. 53 f. (Digitalisat im Internet Archive); das lettische Original (Sapfoa) erschien 1923 in dem Gedichtband Ragana nakts (Hexennacht), S. 115
⢠Lawrence Durrell: Sappho. Ein Drama in Versen. Rowohlt, Reinbek 1950 (Urauffßhrung: Deutsches Schauspielhaus Hamburg, November 1959; englischer Originaltitel: Sappho)
⢠Martha Rofheart: Ich heiĂe Sappho. Molden, MĂźnchen 1980, ISBN 3-217-00696-8
⢠Monique Wittig: aus deinen zehntausend Augen Sappho. Amazonen Frauenverlag, Berlin 1984, ISBN 3-88171-005-1
⢠Joachim Fernau: Sappho. Ein griechischer Sommernachtstraum. Herbig, Mßnchen 1986, ISBN 3-548-25141-2
⢠Siegfried Obermeier: Sappho. Nymphenburger Verlagsanstalt, Mßnchen 2001, ISBN 3-485-00885-0
⢠Erica Jong: Sapphoâs Leap, 2003 (dt. Sappho. Ullstein, Berlin 2004, ISBN 3-550-08490-0)
⢠Tami van Dalen: Sappho. âund dass ich dich lieben werde âŚâ. Erinnerungen der Poetin und ihrer Hetären. Roman. Thiasos, Heinrichshofen 2005, ISBN 978-3-9810614-0-6
Bildnerische Darstellung
⢠Angelica Kauffmann: Sappho Inspired by Love, 1775
⢠Charles Mengin: Sappho, 1877
⢠Ernst Stßckelberg: Sappho, 1897
⢠Sappho, Bßste von Antoine Bourdelle, 1925
⢠Im Tafelservice berßhmter Frauen von Vanessa Bell und Duncan Grant von 1934 ist ihr ein Teller gewidmet.
Diverses im 20. und 21. Jahrhundert
⢠Der amerikanische Schriftsteller J. D. Salinger benannte seine 1955 in The New Yorker verÜffentlichte Erzählung Hebt den Dachbalken hoch, Zimmerleute (Raise High the Roof Beam, Carpenters) nach einer Zeile aus dem Fragment LP 111. In der Erzählung wird als Quelle der fiktive Autor Irving Sappho der Elysium Studios GmbH angegeben.
⢠Im 1983 erschienenen Buch Wenn du geredet hättest, Desdemona von Christine BrĂźckner stammt einer der ungehaltenen Monologe von Sappho (VergeĂt den Namen des Eisvogels nicht. Sappho an die Abschied nehmenden Mädchen auf Lesbos).cite-ref-28[28]
⢠Der Ăśsterreichische Komponist Georg Friedrich Haas widmete der Dichterin Sappho einen Musiktheaterabend âNocturnoâ in der Bundeskunsthalle Bonn. UrauffĂźhrung war am 23. März 2013.cite-ref-29[29]cite-ref-30[30]
⢠2014 gaben Michael Gratz und Dirk Uwe Hansen eine Anthologie mit dem Titel Muse, die zehnte. Antworten auf Sappho von Mytilene. heraus, in der Autoren wie Angelika Janz, Odile Kennel, Tobias Roth oder Armin Steigenberger sich lyrisch mit Sappho auseinandersetzen.cite-ref-31[31]
Textkritische Ausgaben
⢠Poetarum Lesbiorum Fragmenta. Herausgegeben von Edgar Lobel und Denys Lionel Page. Clarendon Press, Oxford 1955.
⢠Sappho and Alcaeus. An Introduction to the Study of Ancient Lesbian Poetry. Herausgegeben von Denys Lionel Page. Clarendon Press, Oxford 1955 (zahlreiche Neuauflagen und Reprints, zuletzt 2001).
⢠Sappho et Alcaeus: Fragmenta. Herausgegeben von Eva-Maria Voigt. Athenaeum, Amsterdam 1971.
⢠Anton Bierl, AndrĂŠ Lardinois (Hrsg.): The Newest Sappho: P. Sapph. Obbink and P. GC inv. 105, Frs. 1â4 (= Studies in Archaic and Classical Greek Song. Band 2 = Mnemosyne Supplements. Band 392). Brill, Leiden/Boston 2016.
⢠Saffo, testimonianze e frammenti. Introduzione, testo critico, traduzione e commento di Camillo Neri, Texte und Kommentare 68, Berlin/Boston: De Gruyter, 2021.
Ăbersetzungen (umgekehrt chronologisch)
Altgriechisch â Deutsch:
⢠Sappho: Lieder. Griechisch/Deutsch. Ăbersetzt und herausgegeben sowie mit Anmerkungen und Nachwort von Anton Bierl. Reclam, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-15-014084-0.
⢠Sappho. Und ich schlafe allein. Gedichte. Neu ßbersetzt von Albert von Schirnding. C. H. Beck, Mßnchen 2013, ISBN 978-3-406-65323-0.
⢠Sappho. Scherben â Skizzen. Ăbersetzungen und Nachdichtungen von Dirk Uwe Hansen. Udo Degener Verlag, Potsdam 2012, ISBN 978-3-940531-70-4.
⢠Sappho: Gedichte. Griechisch â deutsch. Herausgegeben und Ăźbersetzt von Andreas Bagordo. Akademie Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-05-005415-5.
⢠Sappho. Liebesgedichte. Auswahl von Marion Giebel, ßbersetzt von Joachim Schickel. Insel-Verlag, Frankfurt a. M. 2007, ISBN 978-3-458-34945-7.
⢠Sappho. Untergegangen der Mond. Lieder und Strophen, ausgewählt und neu ßbersetzt von Michael Schroeder. Artemis & Winkler, Dßsseldorf 2006, ISBN 3-538-06318-4.
⢠Die schÜnsten Gedichte von Sappho. Altgriechisch-Deutsch. Herausgegeben und ßbersetzt von Kurt Steinmann. Diogenes Verlag, Zßrich 2002, ISBN 978-3-257-70170-8.
⢠Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos. Auswahl von Mark Lehmstedt. Directmedia, Berlin 2000 (= Digitale Bibliothek. Nummer 30; CD-ROM). (Sappho nach der Ăbersetzung von Dietrich Ebener.)
⢠Griechische Lyrik in einem Band. Ăbersetzt und herausgegeben von Dietrich Ebener. 2. Auflage. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1980.
⢠Sappho. Strophen und Verse. Ăbersetzt und herausgegeben von Joachim Schickel. Insel-Verlag, Frankfurt a. M. 1978, ISBN 3-458-32009-1.
⢠Sappho: Lieder. Griechisch und deutsch. Herausgegeben von Max Treu. 4., durchges. Auflage. Heimeran, Mßnchen 1968.
⢠Sappho. Ăbersetzung Dr. Karl-Wilhelm Eigenbrodt / Zeichnungen Hannes Gaab, Eggebrecht-Presse Mainz, Dez. 1954 Zweite Ausgabe
Altgriechisch â Englisch:
⢠Sappho: A New Translation of the Complete Works. Ăbersetzt von Diane Rayor und AndrĂŠ Lardinois. Cambridge University Press, Cambridge 2014, ISBN 978-1-107-02359-8.
⢠If not, winter. Fragments of Sappho. Herausgegeben und ßbersetzt von Anne Carson. Vintage Books, New York 2002, ISBN 0-375-72451-6.
⢠Greek Lyric. Band 1: Sappho and Alcaeus. Herausgegeben und Ăźbersetzt von David A. Campbell. Harvard University Press, Cambridge (Mass.) 1982, ISBN 0-674-99157-5 (Griechisch â Englisch).
Literatur
⢠Dirk Obbink: Two New Poems by Sappho. In: Zeitschrift fßr Papyrologie und Epigraphik. Band 189, 2014, S. 32 ff.
⢠Renate Schlesier: Sappho. In: Peter von MĂśllendorff, Annette Simonis, Linda Simonis (Hrsg.): Historische Gestalten der Antike. Rezeption in Literatur, Kunst und Musik (= Der Neue Pauly. Supplemente. Band 8). Metzler, Stuttgart/Weimar 2013, ISBN 978-3-476-02468-8, Sp. 835â860.
⢠Andreas Bagordo: Sappho. In: Bernhard Zimmermann (Hrsg.): Handbuch der griechischen Literatur der Antike. Band 1: Die Literatur der archaischen und klassischen Zeit. C. H. Beck, MĂźnchen 2011, ISBN 978-3-406-57673-7, S. 200â208.
⢠Paul BariÊ: Sappho und Archilochos. Zauber des Anfangs. Ursprßnge der europäischen Lyrik. Exemplarische Reihe Literatur und Philosophie, 27. Sonnenberg, Annweiler 2008, ISBN 978-3-933264-54-1.
⢠Hermann Fränkel: Dichtung und Philosophie des frĂźhen Griechentums. 5. Auflage, C. H. Beck, MĂźnchen 2006, ISBN 3-406-37716-5, S. 191â214.
⢠Peter Kuhlmann: Sappho. Die grĂśĂeren Fragmente des 1. Buches. RĂśll, Dettelbach 2003, ISBN 3-89754-198-X.
⢠Marion Giebel: Sappho. In Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 2002, ISBN 978-3-499-50291-0.
⢠Page DuBois: Sappho is burning. University of Chicago Press, Chicago 1995, ISBN 0-226-16755-0.
⢠Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff: Sappho und Simonides. Untersuchungen ßber griechische Lyriker. Weidmann, Zßrich ³1985, ISBN 3-296-16160-0.
⢠Helmut Saake: Zur Kunst Sapphos. Motiv-analytische und kompositionstechnische Interpretationen. SchÜningh, Mßnchen 1971, ISBN 3-506-77401-8.
⢠Max Treu: Sappho. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Supplementband XI, Stuttgart 1968, Sp. 1222â1240.
⢠Wolfgang Schadewaldt: Sappho. Welt und Dichtung. Dasein in der Liebe. Stichnote, Potsdam 1950.
⢠Wolfgang Aly: Sappho. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I A,2, Stuttgart 1920, Sp. 2357â2385.
Rezeption
⢠Laura Untner: Sappho Digital. Die literarische Sappho-Rezeption im deutschsprachigen Raum. Wien 2024, https://sappho-digital.com.
⢠Laura Untner (Hrsg.): Sappho. Texte zur literarischen Rezeption im deutschsprachigen Raum. KÜnigshausen & Neumann, Wßrzburg 2023, ISBN 978-3-8260-7741-8.
⢠Stephen J. Harrison, Thea S. Thorsen (Hrsg.): Roman Receptions of Sappho. Oxford University Press, Oxford 2019.
Weblinks
Wikisource: Sappho
â Quellen und Volltexte
Commons
: Sappho
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Literatur von und ßber Sappho im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Werke von und ßber Sappho in der Deutschen Digitalen Bibliothek
⢠Dirk Obbink: New poems by Sappho. In: The Times Literary Supplement, 5. Februar 2014.
⢠Ioannis Stratakis: Sapphoâs new âBrothers Poemâ (Einleitung, Text und YouTube-Rezitation in altgriechischer Aussprache)
⢠Edith Hall: Edith Hall reads Sappho. BBC Newsnight January 2014 (YouTube-Interview und -Rezitation)
⢠Gedichte und Fragmente auf Griechisch und Deutsch
⢠The Divine Sappho
⢠William Harris: Sappho. The Greek Poems (PDF-Datei; 952 kB) In Englisch
⢠Sappho und ihre Dichtung in der Deutung von Wilamowitz bis Latacz, von Iris Kammerer. Ausschnitte aus einer wissenschaftlichen Arbeit mit Interpretationen der grĂśĂeren Fragmente
Einzelnachweise
cite-note-11. â Elke Hartmann: Frauen in der Antike. Weibliche Lebenswelten von Sappho bis Theodora. C.H. Beck, MĂźnchen 2007, ISBN 3-406-54755-9, S. 28.
cite-note-22. â Inventarnummer 142333.
cite-note-33. â GĂźnther Zuntz: On the etymology of the name Sappho. In: Museum Helveticum 8, 1951, S. 12â35, doi:10.5169/seals-9844.
cite-note-44. â Annarita Zazzaroni: Artikel Sappho. In: Annette Kreuziger-Herr, Melanie Unseld (Hrsg.): Lexikon Musik und Gender, Bärenreiter/Metzler, Kassel/Stuttgart u. Weimar 2010, ISBN 978-3-7618-2043-8, S. 456 f.
cite-note-55. â Felix Jacoby: Das Marmor Parium. Weidemann, Berlin 1904, S. 12 zu Ep. 36 (Digitalisat).
cite-note-66. â Denys Page: Sappho and Alcaeus. Oxford 1955, S. 225.
cite-note-chamaileon-77. â Chamaileon Fr. 27 Wehrli.
cite-note-88. â Herodot 2,135.
cite-note-99. â Sappho Fr. 132 L-P.
cite-note-1111. â Dies aber ist mĂśglicherweise nur ein später, wohl in einer KomĂśdie, angedichteter SpaĂ, da Andros, der vermeintliche Herkunftsort, gleichlautend mit dem Genitiv von anÄr âMannâ ist, welcher im Griechischen den Stamm des ersten Wortteils eines Kompositums bildet. Kerkos als zweiter Namensbestandteil bedeutete âSchwanzâ (auch im Ăźbertragenen Sinne); vergleiche zu dieser Deutung Wolfgang Aly: Sappho. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I A,2, Stuttgart 1920, Sp. 2357â2385, hier: Sp. 2361 (Digitalisat).
cite-note-1313. â Heinrich DĂśrrie: P. Ovidius Naso: Der Brief der Sappho an Phaon (= Zetemata. Heft 58). C. H. Beck, MĂźnchen 1975, passim; siehe aber auch Wolfgang Aly: Sappho. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I A,2, Stuttgart 1920, Sp. 2357â2385, hier Sp. 2364 f.
cite-note-1414. â Michael Gronewald, Robert Daniel: Ein neuer Sappho-Papyrus. In: Zeitschrift fĂźr Papyrologie und Epigraphik (ZPE). 147. Jahrgang, 2004, S. 1â8 (uni-koeln.de). Michael Gronewald, Robert Daniel: Nachtrag zum neuen Sappho-Papyrus. In: Zeitschrift fĂźr Papyrologie und Epigraphik (ZPE). 149. Jahrgang, 2004, S. 1â4. Anton Bierl: Der neue Sappho-Papyrus aus KĂśln und Sapphos Erneuerung: Virtuelle Choralität, Eros, Tod, Orpheus und Musik. The Center for Hellenic Studies, 2. November 2020; abgerufen im 1. Januar 1: âIm Jahre 2002 konnte die Universität KĂśln eine kleine Sammlung von 25 Papyri erwerben, die von einem privaten Sammler angeboten wurde. In der berĂźhmten KĂślner Papyrussammlung ging man sofort an die Konservierung und Entzifferung. Aus Mumienkartonage gelang es, aus mehren Fetzchen (Inv. Nr. 21351 und 21376) zwei Fragmente der Sappho wiederzugewinnen. Zwei BruchstĂźcke stehen kontaktlos nebeneinander (21351), wobei das eine den unteren Teil einer Kolumne, das anderen den oberen der nächstfolgenden aufweist. Die ersten acht Zeilen bilden offenbar das Ende eines Gedichts (= A1).â
cite-note-1515. â âBrĂźdergedichtâ: englische Ăbersetzung; deutsche Ăbersetzung.
cite-note-1616. â Lost Poems of Greek Poetess Sappho Found auf thearchaeologynewsnetwork.
cite-note-1717. â J. Minor (Hrsg.): Friedrich Schlegel, 1794â1802: Seine prosaischen Jugendschriften. Carl Konegen, Wien 1882, S. 242.
cite-note-1818. â Annarita Zazzaroni in Lexikon Musik und Gender 2010, S. 456.
cite-note-1919. â Eva Weissweiler: Musikalisch-schĂśpferische Frauen von der Antike bis zum Mittelalter. Ein kulturgeschichtlicher Ăberblick. In: Komponistinnen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Bärenreiter/DTV, MĂźnchen 1999, ISBN 3-423-30726-9 (erste Auflage: Komponistinnen aus 500 Jahren 1981), S. 23â57, hier S. 26â28 und Fn. 12, S. 55.
cite-note-2020. â VersmaĂĂźbersetzung von OndĹej CikĂĄn, vertont von Hans Wagner aus dem Soundtrack des Films Menandros & ThaĂŻs: Lied 1 und Lied 17. Die weibliche Sicht auf die Gestirne (hier die Plejaden [das Siebengestirn] und die [Bogen-]MondgĂśttin) wird oft unterbetont. Vgl. Lars Clausen, Einmal Mytilene; und zurĂźck, in: Der Rabe Nr. 16, 1987, S. LVI f. mit Ăbersetzungskritiken und dem Vorschlag: Du sankest zu Sieben-Stern-Mädchen, | Bogenmond-SchĂźtzin! â Mitten im | Dunkeln vorbei geht die Stunde | mir, ach, die einsam ich kaure.
cite-note-2121. â Website zur Präsentation des CD-Projekts, CD-Booklet
cite-note-2222. â Prosper Yraven kombinierte in seiner Nachdichtung zwei antike Grabepigramme. Das erste, Anthologia Palatina 7,489, ist in der Tat unter dem Namen der Sappho Ăźberliefert, gilt heute aber als hellenistisch (David A. Campbell).
cite-note-2323. â Lied 1 und Lied 17 des Soundtracks.
cite-note-kob2011-2424. â Untergegangen der Mond. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 25. März 2022; abgerufen am 16. November 2020.
cite-note-2525. â Orquesta SinfĂłnica de Heredia: Sappho's Dream (2nd Symphony) El sueĂąo de Safo | Margaret Sorg Rose | Mercedes Diaz, Directora Inv. 1. September 2022, abgerufen am 27. Februar 2025.
cite-note-2626. â Laura Untner (Hrsg.): Sappho: Texte zur literarischen Rezeption im deutschsprachigen Raum (= Reflexe der Weltliteratur). 1. Auflage. KĂśnigshausen & Neumann, WĂźrzburg 2023, ISBN 978-3-8260-7741-8.
cite-note-2727. â Laura Untner: Sappho Digital. Die literarische Sappho-Rezeption im deutschsprachigen Raum. 2024, abgerufen am 15. Mai 2024.
cite-note-2828. â Christine BrĂźckner: Wenn du geredet hättest, Desdemona. Hamburg, Hoffmann und Campe, 1983, ISBN 3-455-00366-4.
cite-note-2929. â Georg Friedrich Haas: Nocturno (Memento vom 20. März 2017 im Internet Archive) musikfabrik.eu
cite-note-3030. â âNocturnoâ von Georg Friedrich Haas in Bonn uraufgefĂźhrt nmz.de, 26. März 2013.
cite-note-3131. â Muse, die zehnte. Antworten auf Sappho von Mytilene. freiraum Verlag, 12. November 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 8. Dezember 2014; abgerufen am 6. Dezember 2014.
cite-note-3232. â Sappho â Liebe ohne Grenzen